Die Entscheidung für ein bestimmtes Modell ist gefallen.
Nun werden, nach Originalunterlagen und Fotos, am Zeichenbrett die Vorlagen für die Ätzfilme hergestellt.

In Spezialbetrieben werden an Hand der Ätzfilme die Ätzplatinen für die Formätzteile hergestellt, sowie an Hand der Messing-Urmuster die Messing-Schleuderguss-Zurüstteile gegossen.

Der Kessel für Dampflokomotiven wird aus Messing-Vollmaterial gedreht. Für das Fahrwerk wird aus Messing ein Teil gefräst, das Getriebe und Bohrungen für das Fahrwerk erhält. Es werden keine Großserienfahrwerke verwendet!

Aus den Ätzplatinen werden die einzelnen Teile herausgetrennt, "entgrätet" und entsprechend gebogen und geformt. Alle Teile werden im Lötverfahren miteinander verbunden. Nach Anbringen der entsprechenden Bohrungen werden sämtliche Zurüstteile an- bzw. eingelötet.

Leitungen werden aus 0,3 mm Messingdraht freistehend nachgebildet. Der Fahrwerkblock wird mit den Messing-Fahrwerkteilen ausgerüstet, die in der Seitenansicht eine perfekte Nachbildung des Lokrahmens ermöglichen.

Eine immer wieder besondere Herausforderung ist der Zusammenbau der Steuerungen für Dampflokomotiven, die bei aller Feinheit dennoch stabil und funktionsfähig sein müssen.

Sind Gehäuse und Fahrwerk fertig gelötet und ausgerüstet, werden diese nach einer gründlichen Reinigung grundiert und anschließend entsprechend dem Vorbild lackiert, ausschließlich mit umweltfreundlichen Acrylfarben.

Danach werden Beschriftungen angebracht und, wo notwendig, von Hand farbliche Arbeiten z.B. an Pufferbohlen, Aufstiegen usw. ausgeführt.

Dann werden Gehäuse und Fahrwerk mit einem seidenglänzenden Klarlack gespritzt, Fenster werden eingeklebt.

Das Fahrwerk wird montiert, Räder - Zahnräder - Schnecken - Faulhabermotor mit Schwungmasse (wenn möglich). Radstromabnehmer werden montiert.

Ist der Probelauf zur Zufriedenheit ausgefallen, werden Gehäuse und Fahrwerk zusammengebaut. Noch eine letzte technische und optische Kontrolle - dann kann das Modell die Reise zu seinem neuen Besitzer antreten.